Dirk Diedrich

Sozialdemokrat

Allgemein/Dithmarschen/Heide/Pressemitteilung

Danke für die dritte Amtszeit als stv. Kreisvorsitzender

Hey, und guten Mor­gen. Nun gehe ich in das fün­fte Jahr als stel­lvertre­tender Kreisvor­sitzen­der in Dith­marschen. Gestern war in Bruns­büt­tel Kreis­parteitag der SPD Dith­marschen. Dort habe ich mich gerne zur Wieder­wahl gestellt und ich bin mit ein­er Enthal­tung und ein­er Gegen­stimme in meinem Amt bestätigt wor­den.

Eigentlich ist das ja nun nichts wofür es sich lohnt einen Blog zu schreiben. “Was ist das schon, als Stel­lvertreter”, oder?  Aber genau das ist für mich Grund einen Blog zu schreiben. Denn es schießen ver­dammt viele Gedanken durch meinen Kopf.

Stel­lvertreter sein bedeutet, dass man dem­jeni­gen, den man ver­tritt den Rück­en stärkt, oder in den entschei­den­den Momenten auch mal frei­hält. Es bedeutet Ver­trauen zu genießen und Ver­trauen zu haben. Tea­mar­beit ist unendlich wichtig, sowohl in Poli­tik, als auch im Beruf. Da zählen eigene Ambi­tio­nen eben mal weniger als ein funk­tion­ieren­des Team. Ich denke, dass wir im Vor­stand der SPD Dith­marschen derzeit ein gutes Team sind.

Wenn ich darüber nachgedacht hätte als ich junger Juso war, dann hätte ich gesagt: “Träume weit­er Dirk.” Aber, die Zeit­en ändern sich. Zum Einen haben wir in Dith­marschen weniger als halb soviel Mit­glieder wie noch vor 30 Jahren, und zum Anderen bed­ingt diese Lich­tung der Mit­gliederzahlen ein Umdenken in den Köpfen. Wir arbeit­en eben ein­fach bess­er zusam­men, und die Ortsvere­ine erken­nen das.

Wenn ich zurück­denke wie die Lis­te­nauf­stel­lun­gen in unserem Ortsvere­in Hei­de noch Ende der 1980er Jahre ablief, dann gruselt es mich. Weit über ein­hun­dert Mit­glieder kamen in die große Mark­thalle und dann ent­bran­nte der Kampf um die besten Lis­ten­plätze. Kaum Gele­gen­heit für Nach­wuchs und eben­so wenig Platz für Frauen auf der Liste. Es wurde gestrit­ten und gerun­gen. Teil­weise flo­gen auch ver­bal die Fet­zen. Nun sitzen wir gemein­sam in unser­er kleinen Runde in Hei­de und freuen uns, dass wir über hun­dert Mit­glieder haben. Davon sind lei­der nicht ein­mal mehr als ein Dutzend zur aktiv­en Mitar­beit zu motivieren.

Die “Poli­tik” ist mit­tler­weile zu einem Schimpf­wort verkom­men. Oft beze­ich­nen Men­schen mich als Poli­tik­er. Doch ich sehe mich nicht so. Das ehre­namtliche Engage­ment ist für mich auch kein Hob­by, wie Mod­ell­bau, oder Sport. Nein, es ist vielmehr eine Auf­gabe! Wir alle haben die Auf­gabe unsere kleine Welt in der wir leben aktiv zu gestal­ten.

Beispiel dazu? Face­book ist ein schönes Beispiel. Wir steck­en mit­ten im Wet­tbe­werb um den Chef­ses­sel im Hei­der Rathaus. In anderen Län­dern und in Deutsch­land war es üblich, wenn man einen Kan­di­dat­en unter­stützen wollte, dann ist man in die Partei einge­treten, hat Gelder gespendet, oder wenn man das nicht wollte, oder kon­nte, dann hat man Unter­stützung ange­boten. Neudeutsch würde man das Sup­port nen­nen. Men­schen, die Lust haben für ihre Sache zu arbeit­en. Toll war das. In den mod­er­nen Zeit­en beschränkt sich dieser Sup­port auf Schriftwech­sel in den sozialen Medi­en. Behaup­tun­gen bei Face­book über Mit­be­wer­ber in die Welt set­zen, oder andere Leute, die dort schreiben diskred­i­tieren. Schade! Ich bin ziem­lich ent­täuscht über diese Art der “Poli­tik” die Men­schen machen, die sel­ber nicht viel von Poli­tik hal­ten. Aber genau das tun, was sie immer kri­tisieren, näm­lich “schlechte Poli­tik”.

Nun bin ich ein wenig abgeschweift, aber das ist auch gut so, denn ich sagte ja, dass mir tausend Dinge durch den Kopf gehen. Wertschätzen, akzep­tieren und durch Tat­en überzeu­gen, nicht Mis­sion­ieren, das ist mein Wun­sch in der poli­tis­chen Debat­te.

Wie oft werde ich ange­sprochen “die in Berlin machen es unmöglich euch zu wählen”. Na und? Es gibt aber nun mal UNS hier an der Basis. Wir arbeit­en für uns alle in der Region, oder vor Ort. Wir sitzen in Auss­chüssen, tre­f­fen uns mit Bürg­er­meis­tern oder Lan­dräten um neue Ideen für die Zukun­ft zu entwick­eln.

Damit wir das nicht immer nur im “eige­nen Saft” tun, brauchen wir EUCH. Mit­glieder, die Bock haben mit uns gemein­sam die Region, und den Ort nach vorn zu brin­gen. Die Grundw­erte der Sozialdemokratie sind nir­gend­wo leb­hafter und wertvoller als an der Basis im Ortsvere­in, oder im Kreis.

Ach, und gestal­ten kann man am besten durch EINTRETEN, nicht durch aus­treten oder Ver­weigerung ein­er Wahl. Nun hab ich euch lang genug gen­ervt. Wollt ihr noch wis­sen, was ich gestern nach der Wahl als erstes gedacht habe? Naja, rhetorische Frage, denn ich erzäh­le es euch ja doch. Ich hab mich gefragt welch­er der Delegierten mich nicht gewählt hat, und warum er nicht vorher mit mir gere­det hat. Warum sind wir Men­schen nur manch­mal so kom­pliziert?

Kommt in ein tolles Team. Denn so haben wir “Eine Stimme!”

 

Habt einen schö­nen Son­ntag.

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Dirk Diedrich

Allgemein/Pressemitteilung

#Aufstehen — Der richtige Weg?

Die #Auf­ste­hen Ini­tia­torin Wagenknecht hat sich sicher­lich was dabei gedacht, als die Idee der neuen linken Sam­mel­be­we­gung Auf­ste­hen keimte. Vielle­icht war Sie ein wenig ange­s­pornt durch den Erfolg der britis­chen Labour­par­ty? Man weiß es let­zten Endes nicht. mehr…

Allgemein/Pressemitteilung

Die KiTa-Frage: frühkindliche Bildung ist Bildung?

In den Zeit­en des Som­mer­lochs wer­den mal wieder einige The­men in den Focus gerückt, die man son­st im Laufe des nor­malen Poli­tik­be­triebes nicht so mit­bekommt. Aktuell ist es der Slo­gan, dass frühkindliche Bil­dung in der KiTa kosten­frei sein muss, weil es ja Bil­dung ist.  mehr…

Dirk Diedrich

Allgemein

ALG II (H4) versus Menschenwürde — eine Kritik

Dien­stag, füher Nach­mit­tag in Kiel. Ich schlen­dere zum WDH (Abkürzung für unser Lan­deshaus der Partei) und wun­dere mich über gefüllte und überge­laufene Mülleimer. Ja, ich gehöre zu der Kat­e­gorie Rauch­er, die ihre Kip­pen nicht weg­w­er­fen, son­dern gern in diese run­den Dinger stopfen, wenn da Platz ist. In diesem Mülleimer direkt vor dem WDH war kein Platz. Also wan­dert die Kippe in meine Man­teltasche. Es ist kein schön­er Anblick. Ein Kon­glom­er­at aus Antipasti und Nudel­salat liegt auf der Straße. Naja, der Streik bes­timmt, denke ich mir so. Als ich rel­a­tiv erfol­g­los wieder auf dem Rück­weg zum Auto bin kni­et eine junge Frau vor den Über­resten, die mich irgend­wie an Erbroch­enes erin­nern und kramt einen Löf­fel aus ihrem abgewet­zten Ruck­sack. Sie hockt sich in den Schnei­der­sitz und begin­nt zu essen. mehr…

Allgemein

Haltet die Innenstädte sauber — CO2 Bilanz

Hal­tet die Innen­städte sauber, achtet auf eure CO2 Bilanz. Ein mächtiger Aufruf. Dann kommt Diedrich wieder mit irgen­dein­er “spin­nerten” Idee um die Ecke. Ich will euch mal ein paar mein­er Gedanken dazu auf­schreiben, dann kön­nt ihr sel­ber beurteilen, ob das alles so “spin­ner­ig” ist. Zugegeben flutscht das in Ham­burg bess­er als in Hei­de, allerd­ings ist in Hei­de auch weniger Hand­lungs­be­darf als in HH. mehr…

Pressemitteilung

Auftrag erfüllt: Basis übernehmen Sie! #SPD

Der Diedrich hat sein Ziel erre­icht, er kann gehen. Huch, was ist das für eine Über­schrift? “Aufrag erfüllt”? Ja, ich habe mit dem was ich Anfang Feb­ru­ar los getreten habe qua­si viel erre­icht. Die Partei redet miteinan­der. In unzäh­li­gen Ortsvere­inen find­en Debat­ten statt, ob es richtig ist, sich per­ma­nent dem Dik­tat der Führung zu beu­gen. Es treten viele Men­schen an die Öffentlichkeit und sagen: “Mit mir nicht.” Die Basis hat nun eine Wahl.

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Allgemein

Die Revolution frisst ihre Kinder.…

Als Lehrer ist man ja gehal­ten ein wenig Selb­stre­fek­tion zu üben. In dem Sinne, “Was habe ich getan, was habe ich erre­icht, und was muss ich verän­dern.” Ich will mal Tag acht nach meinem ver­häng­nisvollem #Tweet Revue passieren lassen. Was habe ich gemacht? Ich habe in meinem Wohnz­im­mer Twit­ter rel­a­tiv maulig mich dazu geäußert, dass ich diese “kom­mis­sarische” Ein­set­zung von Andrea nicht gut heißen kann.

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Dirk Diedrich

Allgemein

Erklären Sie mir mal die Lage Diedrich

Eigentlich liebe ich es Sachen zu erk­lären, son­st wäre ich wohl nicht Lehrer gewor­den. Obwohl noch mehr liebe ich es Neugi­er zu weck­en. Men­schen soll­ten sel­ber auf Lösun­gen kom­men. Aber nun bin ich wohl echt in Erk­lärungsnot. mehr…

Dirk Diedrich

Allgemein

SPD Parteivorsitz muss wählbar sein Andrea Nahles!

Ich muss etwas aus­holen, wenn ich nun was zum The­ma Parteivor­sitz und Andrea Nahles schreibe. Sich­er nicht aus der Sicht aus Berlin, son­dern aus der Sicht eines Mit­glieds welch­es im Nir­vana an der Nord­seeküste lebt. Ich fange an mit Mar­tin Schulz, der uns in SH zu Beginn 2017 besuchte. mehr…

By Richard Huber - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48112847

Allgemein/Satire

Hegen Rether — Evolution vs. Revolution

Ver­gan­ge­nes Woch­enende hat­te ich das Vergnü­gen den sech­sten Teil von Hagen Rethers Büh­nen­pro­gramms “Liebe” in Hei­de zu sehen. Mit gewohnt spitzer Zunge spal­tet er die Zuhör­erschaft und spitzt seine Pointen zu. Eine wahre Freude diesem Kün­stler des Satzbaus zuzuhören. Drei Stun­den Pro­gramm hat­te er mit­ge­bracht, das die Zuhör­erschaft in allen Facetten begeis­terte. Da kon­nte er grun­zend im Stuhl sitzen, gedanken­ver­loren eine Banane müf­feln, oder aber Don­ald Trump ver­bal die Hose ausziehen. mehr…