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SPD Erfolg, Elternbeiträge zur Kita in Heide gesenkt

Selten bin ich so aufrecht aus einer Sitzung nach Hause gegangen wie soeben. Der Grund? Wir haben im Februar einen Antrag zur Neuberechnung der Elternbeiträge in den Heider Kitas eingebracht, der das bestehende System revolutionieren sollte. Einfache Kalkulation der Elternbeiträge und einheitlich Beiträge bei allen Kitas in Heide.

Konsens, statt Dissens

Die ganze Sache war ein riesiger Konsens. Eigentlich gebührt den Lokalpolitikern der CDU ein dickes Lob, denn sie mussten sich am weitesten bewegen. Ich will kurz erzählen. Im Februar brachte ich in den Tarifdschungel der Elternbeiträge einen Vorschlag ein, der einfach nur zwei Zahlen beinhaltete. Die U3 Eltern sollten pro Tagesbetreuungsstunde einen Monatsbeitrag von 45 Euro zahlen, und die Ü3 Eltern einen Satz von 35 Euro. Im Wirrwarr zwischen den beiden Trägern in Heide eine riesige Erleichterung, wie ich finde. Naja, sonst hätte ich den Antrag auch nicht geschrieben.

Fast gescheitert!

Die konservativen Kräfte ließen uns im Ausschuss abblitzen und legten in der Ratsversammlung einen Gegenentwurf vor, der in der für die Kinder des evangelischen Tagesstättenwerkes eine Verteuerung beinhaltete, aber die Beiträge auf drei Jahre einfrieren sollte. Nicht akzeptabel für uns, aber wir waren überstimmt. Die Verwaltung wurde dann beauftragt einen Entwurf zu erarbeiten, wie die Elternbeiträge in den nächsten drei Jahren sein könnten.

Dranbleiben!

In die Ernüchterung der Sitzung nach der Sommerpause brachte ich dann noch einmal die Ideen der SPD Fraktion ein. Ja, der politische Mitbewerber war mittlerweile so weit, dass auch auf der Seite die Eltern zu entlasten waren, jedoch war das WIE nicht klar. Alle prozentualen Ansätze scheiterten, weil sie entweder zu teuer, oder zu billig waren. Außerdem bliebe der Beitragskostendschungel erhalten.

Man muss sich auch mal ein bisschen loben!

Heute waren wir in einer vierstündigen Klausur zusammen und ich habe alle überzeugen können, dass die Modalitäten des SPD Antrags einfacher sind als alles andere. Zusätzlich werden bei den Trägern viele Personalstunden frei, denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen nun nicht mehr Jahr für Jahr in Vollkostenrechnung die Elternbeiträge ausrechnen. Der Wermutstropfen ist dabei, dass natürlich die Belastung für den eh schon strapazierten kommunalen Haushalt so gering wie möglich sein soll. Also behielten wir die 35 Euro Grenze bei dem Ü3 Bereich, und die CDU die 50 Euro Grenze im U3 Bereich. Mir war dieser Kompromiss recht wichtig, da mehr als 2/3 aller Eltern ein Kind in der Ü3 Betreuung haben!

Ihr seht, wir haben heute richtungsweisend viel für die Attraktivität unseres kleinen, feinen Städtchens getan. Die Eltern werden massiv entlastet. Ich danke den Verwaltungen für ihre Geduld mit mir und meiner Hartnäckigkeit.

 

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