Dirk Diedrich

Landesvorstand SPD Schleswig-Holstein

31. Dezember 2017

Allgemein
#SPDerneuern — Neues Jahr, neues Glück Tante SPD

Dirk Diedrich
Foto: Dirk Jacobs

The­ma: #SPDerneuern: Nun sitzt man da zwis­chen den Tagen, wie man im Nor­den sagt, und man schwel­gt in Erin­nerun­gen. Im Fernse­hen ren­nen Dick und Dal­li mit ihren Immen­hof­ponys in heil­er Kulisse umher. Heile Welt eben. Nein, eigentlich habe ich gar keine Lust meinen Kopf aus meinem Kokkon der Erin­nerun­gen her­auszusteck­en und auf das Jahr 2018 zu schauen.

Den­noch, ich muss. Jed­er sollte es. Unsere gute alte Tante SPD ist auf der Reise. Auf ein­er Reise in die Bedeu­tungslosigkeit. Einige, unbelehrbare von uns heizen den Zug an. Andere ste­hen am Bahn­hof und winken. Was passiert mit uns ger­ade? Waren es nicht wir, die die Geschicke der Men­schen immer gestal­tet haben und pos­i­tiv bee­in­flussten?

Analyse: Patient tot?

Wer­den wir wirk­lich nicht mehr gebraucht? Ist der Demokratis­che Sozial­is­mus tot? Gestor­ben wir der Kom­mu­nis­mus und der “Real existierende Sozial­is­mus”? Regieren nur noch der Neid und der Markt unser aller Leben? Strom wird an den Börsen gehan­delt, Medika­mente schon lange nicht mehr nach Nutzen son­dern nach Preis ver­schrieben. Nein, die SPD ist nicht tot. Wir sind es!

Wir sind gestor­ben. Die Gemein­schaft ist gestor­ben. Der feste Wille für uns Gutes zu tun ist geopfert auf dem Mark­t­platz des Kap­i­tals. Schle­ichend, qualvoll und langsam ver­reckt. Wir het­zen durch unser Leben, immer den Zeigefin­ger aus­gestreckt um auf einen Buh­mann zu zeigen, dem wir die Schuld für unser Elend geben kön­nen.

Tot­berieselt in Belan­glosigkeit­en aller Frauen­tausch und Richter Alexan­der Hold Sendun­gen dieser Welt. Brot und Spiele klappt wie vor 2000 Jahren in Rom und die Heile Welt Pro­pa­gan­da erin­nert mich ein wenig sehr an Filme mit Hans Albers. Alles nur, damit wir nicht merken wie wir heim­lich aus­ge­saugt und geschlachtet wer­den.

Wo ist der Arzt?

Keine Sorge, auch in Rei­hen der SPD gibt es genug Men­schen, die mit gefüll­ten Taschen da sitzen und immer noch eine Kohle drauf leg­en, damit der Zug schneller fährt. Ein Schmier­enthe­ater nach dem  näch­sten wird begonnen, damit man bloß nicht öffentlich über den #SPDerneuern Gedanken ern­sthaft nach­denken muss. Es geht um Posten und um Macht. Getreu dem Mot­to, willst du einen Konkur­renten beseit­i­gen, dann gib ihm Macht. Wir haben lange ver­lernt uns als GLEICH und gle­ich­w­er­tig anzuse­hen. Es geht nur noch um “die da oben” und “die Basis”. Ver­rück­te Welt in ein­er Partei wo sich absichtlich alle mit DU anre­den. Wäre mal zu über­denken. Jeden­falls wäre es ehrlich­er!

Die Ana­lysten sagen es gäbe keine Arbeit­erk­lasse mehr, darum würde die SPD nicht mehr gebraucht. Guter Witz wie ich finde, denn er ver­mit­telt das falsche Gefühl, dass wir Men­schen unser Schick­sal in der Hand hät­ten. Nein, unser Schick­sal liegt in den Hän­den einiger weniger. Die heißen DAX, Black­rock oder anders. Eine gute Zusam­men­fas­sung wäre unendliche Gier nach Geld. Fik­tives Geld, das in Mil­liar­den­bruchteilen den Besitz rund um den Globus wech­selt.

#SPDerneuern -Voran!

Die SPD war immer dann stark, wenn sie in der Gegen­wart unmöglich­es für die Zukun­ft gefordert hat. Ein klares Bild von der Welt in 30 Jahren hat­te. Genau das hat die liebe Tante SPD im Moment nicht. Unsere let­zte Zukun­ftsvi­sion unter Ger­hard Schröder war damals unter Umstän­den richtig, aber nicht alter­na­tiv­los. Schon gar nicht ist sie in Stein gemeißelt, und noch weniger kann diese Poli­tik unsere Zukun­ft sein. WIR haben nun genug verzichtet. Jet­zt sind wir dran. Wir, die gle­ichen unter den gle­ichen. Die kleinen unter den kleinen. Die, die verzicht­en.

Wir sind es leid von Euch aufge­het­zt zu wer­den ums uns gegen­seit­ig das wenige was wir besitzen zu nei­den. Der Kuchen ist groß genug, damit alle sor­g­los leben. Lasst uns über den Demokratis­chen Sozial­is­mus neu nach­denken. Machen wir die Sache groß, größer als alles was war. Holen wir uns das, was uns zuste­ht. Reden wir über Dinge die “unmöglich” oder “unfi­nanzier­bar” sind. Reden wir über GUTE Renten und Bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men.

Wir reden  über demokratis­che Rev­o­lu­tion der VIELEN!

Allen, die das lesen. Ein gesun­des und erfol­gre­ich­es Jahr 2018. Ein Jahr ohne Hass, ohne Kriege, ohne Zwi­etra­cht, ohne Men­schen­ver­ach­tung. Wir sind alle gle­ich viel “wert”.

Liebe “Heiz­er” der SPD. Fragt Euch mal kurz wofür Ihr das tut. Für Euch? Oder für uns?

Lesetipp: #SPDba­sic

 

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10 Kommentare

  1. Die SPD wird gebraucht in Deutsch­land. Es wird Zeit für Ver­nun­ft und Ord­nung in der Partei.

  2. Manfred Paulsen sagt:

    Lieber Dirk, wie Du ja schon weißt bin ich da voll bei Dir, aber viele haben das All­ge­mein­wohl nicht mehr im Auge. Sehr viele sind zu Nei­d­hüpfern gewor­den. Die sprin­gen immer in jedes Bild was ger­ade von der Presse gemacht wird und gön­nen den Nor­ma­los nicht ein Sand­ko­rn unter den Nägeln. Jed­er der nur etwas Soziales Engage­ment zeigt, wird gle­ich als reale eingestuft. (Nicht als ein Genosse unter Genossen). Da fehlt ganz ein­deutig das Wir!!!!
    Die meis­ten Genossen begreifen ein­fach nicht, dass eine Gruppe immer stärk­er ist als eine Einzelper­son und das es sehr viele Posten in der SPD gibt die ein­fach nicht gese­hen wer­den. Diesel­ben Genossen wun­dern sich dann aber regelmäßig wenn Wäh­ler ein­fach nicht mehr erken­nen kön­nen was eigentlich bewirkt wurde!!
    Lei­der wird immer und immer wieder ein klein­er Erfolg als ganz großer Fortschritt verkauft!!! Sehr oft ger­at­en da ger­ade die unteren Lohn­grup­pen in große Not!!!!
    Beispiel: Min­dest­lohn!!
    Hat die SPD schon mal über­legt wem der Min­dest­lohn am meis­ten genutzt hat!!! Naaaa!!
    Wolf­gang Schäu­ble, (da noch Finanzmin­is­ter) und Andrea Nahles (Da noch Min­is­terin für Arbeit und Soziales) denen hat das Mil­liar­den gebracht da Sie nicht so viel Geld für das auf­s­tock­en der Löhn bezahlen müssen. Der Ger­ingver­di­ener hat nur sel­ten mehr im Port­monee. Er musste nur nicht mehr zur Arbeit­sagen­tur und alles offen leg­en.
    Nicht das Ihr mich falsch ver­ste­ht, ich bin ganz und gar für einen Min­dest­lohn!! Aber dann für einen von dem man auch leben kann wenn man Vol­lzeit arbeit­et (12,00 €). Ab 8,50 € spart der Staat ja nichts mehr und dann kom­men bei der CDU immer die Arbeit­ge­ber Inter­essen. Ich kann es nicht wirk­lich glauben, dass das hart erstrit­ten war!!!

    Immer und immer wieder wer­den der Bevölkerung Fortschritte verkauft, die bei näheren Hin­se­hen oft ein Schritt zurück sind. Die Tar­i­flöhne wur­den dadurch zum Teil unter­höhlt!! Das mag der Wäh­ler nicht mehr und ich kann das gut ver­ste­hen.

    Mit Besten Gruß
    Man­fred Paulsen

  3. Elke Schreiber sagt:

    Die SPD wird gebraucht. Das war und ist immer noch so.

  4. Wolfram Meininger sagt:

    “Reden wir über Dinge die “unmöglich” oder “unfi­nanzier­bar” sind. Reden wir über GUTE Renten und Bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men.” so deine Worte.

    Hierzu müsste man bere­it sein sich von den gängi­gen Denkmod­ellen zu ver­ab­schieden und auch über Dinge zu disku­tieren die für das sozialdemokratis­che Herz “heilige Kühe” sind. Beispiel­sweise über die ste­hts geforderte par­itätis­che Finanzierung unser­er Sozial­sys­teme — ein Sys­tem welch­es aus ein­er Zeit stammt zu der es keine Alter­na­tive zur men­schlichen Arbeit­skraft gab. Vor allem aber bräuchte es ganzheitliche Ansätze zu Steuer- und Sozial­sys­teme und keine Salamitech­nik.

  5. Kai Fehland sagt:

    Im Moment wird die SPD von nie­man­dem gebraucht.

    Die Partei ste­ht dafür kein klares Ziel zu haben. Man weiß mit­tler­weile Dank des Inter­nets und Social-Media mehr über die Poli­tik­er (Steg­n­er) als die aktuelle Poli­tik der SPD und deren Ziele.

    Wie in anderen Parteien sind die Poli­tik­er die Partei — nie­mand macht Abstriche und ich darauf fokussiert, selb­st am weitesten zu kom­men.

    Darüber hin­aus ist der SPD die Wäh­ler­schaft wegge­brochen:

    - Land­wirte wählen die SPD bes­timmt nicht
    — junge Leute wählen eher FDP bzw. die Grü­nen
    — die reinen (Berg)Arbeiter gibt es gar nicht mehr in diesem Land, die der SPD ein­mal unmen­gen an Stim­men geschafft hat

    Die SPD sollte sich wie die aktuell die FDP grundle­gend erneuern und für alle Sexy wer­den, denen die FDP zu lib­er­al, den Grü­nen zu ide­al­is­tisch und die CDU zu kon­ser­v­a­tiv ist.

    Die Linke und AdF (bewusst so geschrieben, damit Crawler es nicht find­en) erwähne ich extra nicht, da man bei­de Parteien nicht ansatzweise ernst nehmen kann.

    Ich drücke der SPD die Dau­men, dass ich vielle­icht auch irgend­wann mal mein Kreuz bei ihr machen kann — und es ist mein­er Mei­n­ung nach egal, ob man es #SPDBa­sic oder #SPDerneuern nen­nt: solange geschwafelt und nichts gemacht wird, bringt es gar nichts.

  6. Michael Kaus-Brieger sagt:

    Lieber Dirk,
    an und für sich ist Dir hier eine schöne Neu­jahrsansprache gelun­gen und ich schätze den Aufruf größer, utopis­ch­er, inno­v­a­tiv­er zu denken und poli­tisch zu arbeit­en sehr. Was mir aber schleier­haft bleibt ist, wie Du Demokratis­chen Sozial­is­mus und Bedin­gungslos­es Grun­deinkom­men zusam­mendenken kannst. Was ist denn der Grundgedanke des BGE? Jed­er kriegt Geld (vielle­icht so um die 1000 Euro im Monat, weil die Zusam­men­fas­sung aller Trans­fer­leis­tun­gen nicht mehr hergibt) und den Auf­trag: Jet­zt machst Du aber alles für Dich sel­ber! Rente ist Dir mit 1.000 Euro zu wenig? Dann schließ Dir mal bess­er ein pri­vate Renten­ver­sicherung ab. Du brauchst im Krankheits­fall eine Lohn­fortzahlung im Krankheits­fall von über 1000 Euro? Dann sich­er Dich mal bess­er pri­vat ab. Du kannst Dir im Fall Dein­er Arbeit­slosigkeit mit 1000 Euro keine Miete mehr in München oder Frank­furt leis­ten? Dann bilde mal bess­er Rück­la­gen oder zieh dann weg. Wie, mit all den pri­vat­en Ver­sicherun­gen für Alter, Krankheit, Arbeit­slosigkeit, Aus­bil­dung, etc. bleibt vom Grun­deinkom­men nix mehr übrig? Dann musst Du wohl arbeit­en gehen, egal was. Wie, Min­dest­lohn? Zu Dein­er Absicherung gibt´s doch das BGE, da wirst Du zum Auf­s­tock­en ja wohl mit drei Euro die Stunde hinkom­men. Ich will mit diesen Beispie­len nicht die Idee klein­mütig zerre­den. Ich will darauf hin­aus, dass sie kom­plett falsch ist. Ein Grun­deinkom­men indi­vid­u­al­isiert alle Leben­srisiken und -bedürfnisse. Das ist das Gegen­teil von Sozial­is­mus, der ja so heißt, weil er eben diese Bere­iche verge­sellschaftet bess­er aufge­hoben sieht. Weil nur durch diese Verge­sellschaf­tung das Indi­vidu­um zur Frei­heit gelangt. In diesem Sinne wün­sche ich mir Ideen und Vorhaben, die die sol­i­darische Gesellschaft ins Zen­trum des Han­delns und Wirkens rück­en.

  7. Danke Dirk für diesen emo­tionalen Kom­men­tar.
    Danke auch an diejeni­gen, die hier mit ihren Fra­gen und ihrer Kri­tik, ohne es zu wis­sen, dazubeige­tra­gen haben, dass Bild, das Dirk gemalt hat für mich noch deut­lich­er wer­den zu lassen.
    Ja, Dirk hat das Dille­ma sehr ein­drucksvoll geschildert und damit die immer und über­all sich wieder­holen­den Fra­gen aufge­wor­fen. Diesen Automa­tismus erleben wir schon lange. Woran liegt es eigentlich, dass wir am Ende immer wieder an dem Punkt ange­lan­gen, wo die Lösung, die let­zte Antwort offen­sichtlich fehlt?
    Zumin­d­est dafür habe ich eine ein­fache und wie ich hoffe ein­leuch­t­ende Erk­lärung, die Welt in der wir leben ist der­maßen kom­plex und schnel­llebig gewor­den, dass selb­st schon mor­gen eine ver­meintlich­er Lösungsansatz durch irgen­deine Inno­va­tion, Infor­ma­tion oder schlicht, von einem hochdotierten Pro­fes­sor, der bestens im jet­zt und hier mit den richti­gen Leuten ver­net­zt ist, mit sein­er unum­stößlichen wis­senschaftlichen Exper­tise, die Zwei­fler wieder auf den Plan ruft.
    Ja, vielle­icht ist auch dieses Mon­ster von “Satz” dieser kom­plex­en Welt mit ihren kom­plex­en Zusam­men­hän­gen, geschuldet.
    Aber zurück zu mein­er Frage, ich glaube dass die Lösung, da wo wir sie suchen ganz ein­fach nicht vorhan­den bzw. nicht möglich ist.
    Wir laufen und Mühen uns, wie ein Ham­ster in einem Ham­ster­rad, am Ende sind wir Müde, ent­täuscht und demo­tiviert. Klar mißer­folg macht keinen Spaß und mach müde.
    Wir müssen also raus diesem Ham­ster­ad, aber wohin, was ist Teil des Ham­ster­rads und was ist außer­halb, vor allem aber wo und was kön­nte eine Lösung außer­halb des Ham­ster­rads sein?
    An dieser Stelle müssten wir uns zu einem ele­mentaren Schritt durchrin­gen, wir müssten den Mut auf­brin­gen Neu­land zu betreten. Neu­land, unbekan­ntes Ter­rain, das bedeutet “against the Wind”, gegen alles und jeden, der etwas besitzt, das er fürchtet zu ver­lieren zu kön­nen. Noch dazu reagieren selb­st die, die eigentlich nichts zu ver­lieren haben, jet­zt reflexar­tig mit der Tief in uns ver­wurzel­ten Angst vor dem Unbekan­nten. Was wir jet­zt braucht­en, wäre ein winziges Licht am Ende des Tun­nels, aber da ist nichts als fin­stere Ungewis­sheit. Aber nicht genug, dass uns jet­zt eine Menge hochmo­tivierte Mit­stre­it­er den Rück­en zu kehren, an dieser Stelle wer­den uns die näch­sten Kri­tik­er und Zwei­fler zurufen, Sie haben uns gewarnt, Sie haben es gewusst, man hätte das Ham­ster­rad nie ver­lassen dür­fen.

    So, oder so unge­fähr wird es uns erge­hen, wenn wir das notwendi­ge tat­säch­lich ange­hen wür­den.
    Ich sagte ja schon zu Beginn, die Welt ist kom­plex und die Lösun­gen wer­den daher zwangsläu­fig ein ziem­lich har­ter und länger Ritt…
    Und doch gibt es die eine Chance, wenn es uns gelingt, diesen einen “Point of No Return” zu erre­ichen, dann und nur dann haben wir eine Chance für all die Mühen belohnt zu wer­den.
    Nun gut, eine konkrete Lösung habe ich bis jet­zt nicht geliefert, aber es würde auch keinen Sinn machen diese Lösung zu früh zu kom­mu­nizieren.
    Bevor man dazu kommt, ist es viel wichtiger sich eine Entschei­dung zwis­chen zwei Optio­nen zu tre­f­fen. Die eine Option lautet, “ab mor­gen geht es los”, wir sind uns also sich­er, dass wir mit unserem Plan, zumin­d­est den “Point of No Return” erre­ichen und auch einen funk­tion­ieren­den Plan bis zum Ende des Tun­nels parat haben.

    Die zweite Option wäre eher tak­tis­ch­er Natur und würde sich mit dem Start solange zurück­hal­ten, bis “der Ertrink­ende erkennbar den Boden erre­icht hat”, bis uns sozusagen alles in unser­er Gesellschaft um die Ohren fliegt und jed­er bere­it ist, nach jedem Stro­hhalm zu greifen.
    Auch diese Entschei­dung würde uns enorme Opfer abver­lan­gen. Ob es am Ende bess­er bzw. leichter ist, sehen­den Auges alles vor die Hunde gehen zulassen, oder ob es bess­er bzw. leichter ist frühzeit­ig den “Trail” auf sich zu nehmen, wird ganz entschei­dend von der Qual­ität des ver­füg­baren Per­son­al und vor allem von den “Führern”, abhän­gen.
    Für den harten und beschw­er­lichen “Trail” muss eine Top-Mannschaft ver­füg­bar sein, die ohne jeden Selb­stzweifel, mit 100% Loy­al­ität und blin­dem Ver­trauen zu ihrer ana­lytisch überzeu­gen­den und mitreißen­den Führungsper­sön­lichkeit ste­ht.
    Für die Alter­na­tive muss man nicht groß nach­denken. Man kön­nte zynisch fest­stellen, umso schlim­mer und düm­mer die poli­tis­che Führung und die Mannschaft, umso schneller wird der Kahn absaufen. Spätestens wenn wir den Boden erre­icht haben, kann das poli­tis­che Per­son­al aus­ge­tauscht wer­den. Natür­lich ste­ht dann hof­fentlich ver­füg­baren und eine vor­bere­it­ete neue Mannschaft und Führungscrew zur Ver­fü­gung. Diese wird dann die Lösung, über die es heute eigentlich nicht möglich ist, offen und ehrlich laut nachzu­denken, den Sys­temwech­sel, umset­zen.
    Anders, als heute, wird es kaum noch Kri­tik­er oder Zwei­fler geben, dafür wird das Elend allzu groß sein. Der Weg wird ver­glichen mit dem “Trail” ein Spazier­gang wer­den, es wird stetig bergauf gehen, in den Köpfen der Men­schen gibt es keine Kri­tik nur den Wund­ch nach besseren Zeit­en.…

    Ja, wir hät­ten die Wahl, wenn es gelin­gen würde offen und ehrlich darüber zu sprechen.
    Aber wer will das schon?
    Diese Frage beschäftigt mich vor allem, wenn ich mir Gedanken über die SPD mache…

    Ich wün­sche allen noch eine angenehme Nacht und bin auch ganz froh, dass ich mir das alles mal von der Seele geschrieben habe.

    Her­zliche Grüße aus dem Ems­land

    Jörg Selan
    Twit­ter alias @derblauweisse
    P.S.
    Ich bin 54 Jahre, ein klas­sis­ches SPD Bergar­beit­er-Kind des Ruhrge­bi­ets, habe aber den Weg bis ziem­lich weit nach oben geschafft und bin meinem Leben­s­plan gefol­gt und seit 4 Jahren, wie sagt man.…mir gefällt bis heute kein­er der geläu­fi­gen Begriffe, deshalb…i.R. und Unab­hängig
    und das wichtig­ste zum Schluss…seit Mitte Dezem­ber 2017 bin ich stolzes Mit­glied der SPD, weil ich nochmal etwas bewe­gen möchte.
    Die Rechtschreibfehler und Schach­tel­sätze dürft Ihr behal­ten

  8. Michael Josef Rittel sagt:

    Lieber Dirk, auch in meinem Fre­un­deskreis in RLP disku­tieren wir über deine Beiträge. Hier ein Kom­men­tar meines Fre­un­des:

    Lieber Michael, lieber Sak­da,

    Bzgl. Blog, Diedrich von der SPD:

    ein inter­es­san­ter Ein­blick in die Gefühlswelt des Her­ren Diedrich, Sozialdemokrat. Zuweilen ein wenig pedan­tisch fordert er am Schluss erstrebenswerte Ziele. Ein lei­den­schaftlich­er Sozial­ist äußert seine Verzwei­flung, ich kann ihm gut nach­fühlen. Erstaunlich, wie er mit seinen eige­nen Rei­hen hart und ehrlich ins Gericht geht. Der Kampf darum, dass der große Kuchen unter allen Gesellschaftsmit­glieder gerecht verteilt wird, ein end­los­es Unter­fan­gen, ein sich stetig entwick­el­nder Prozess zwis­chen mal mehr gerecht und wieder ungerechter. Wer kämpft für mehr Gerechtigkeit und für wen soll es gerechter wer­den? Haben SPD und CDU den gle­ichen Sinn für Gerechtigkeit?
    Geehrter Herr Diedrich, sagen Sie, was getan wer­den muss!

    Her­zlichst,
    SJ

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