Dirk Diedrich

Sozialdemokrat

14. Oktober 2017

Allgemein/Heide/Pressemitteilung
SPD Erfolg, Elternbeiträge zur Kita in Heide gesenkt

Foto: SPD Schleswig-Holstein - CC BY 2.0

Sel­ten bin ich so aufrecht aus ein­er Sitzung nach Hause gegan­gen wie soeben. Der Grund? Wir haben im Feb­ru­ar einen Antrag zur Neu­berech­nung der Eltern­beiträge in den Hei­der Kitas einge­bracht, der das beste­hende Sys­tem rev­o­lu­tion­ieren sollte. Ein­fache Kalku­la­tion der Eltern­beiträge und ein­heitlich Beiträge bei allen Kitas in Hei­de.

Konsens, statt Dissens

Die ganze Sache war ein riesiger Kon­sens. Eigentlich gebührt den Lokalpoli­tik­ern der CDU ein dick­es Lob, denn sie mussten sich am weitesten bewe­gen. Ich will kurz erzählen. Im Feb­ru­ar brachte ich in den Tar­ifd­schun­gel der Eltern­beiträge einen Vorschlag ein, der ein­fach nur zwei Zahlen bein­hal­tete. Die U3 Eltern soll­ten pro Tages­be­treu­ungsstunde einen Monats­beitrag von 45 Euro zahlen, und die Ü3 Eltern einen Satz von 35 Euro. Im Wirrwarr zwis­chen den bei­den Trägern in Hei­de eine riesige Erle­ichterung, wie ich finde. Naja, son­st hätte ich den Antrag auch nicht geschrieben.

Fast gescheitert!

Die kon­ser­v­a­tiv­en Kräfte ließen uns im Auss­chuss abblitzen und legten in der Ratsver­samm­lung einen Gege­nen­twurf vor, der in der für die Kinder des evan­ge­lis­chen Tagesstät­ten­werkes eine Ver­teuerung bein­hal­tete, aber die Beiträge auf drei Jahre ein­frieren sollte. Nicht akzept­abel für uns, aber wir waren über­stimmt. Die Ver­wal­tung wurde dann beauf­tragt einen Entwurf zu erar­beit­en, wie die Eltern­beiträge in den näch­sten drei Jahren sein kön­nten.

Dranbleiben!

In die Ernüchterung der Sitzung nach der Som­mer­pause brachte ich dann noch ein­mal die Ideen der SPD Frak­tion ein. Ja, der poli­tis­che Mit­be­wer­ber war mit­tler­weile so weit, dass auch auf der Seite die Eltern zu ent­las­ten waren, jedoch war das WIE nicht klar. Alle prozen­tualen Ansätze scheit­erten, weil sie entwed­er zu teuer, oder zu bil­lig waren. Außer­dem bliebe der Beitragskos­tend­schun­gel erhal­ten.

Man muss sich auch mal ein bisschen loben!

Heute waren wir in ein­er vier­stündi­gen Klausur zusam­men und ich habe alle überzeu­gen kön­nen, dass die Modal­itäten des SPD Antrags ein­fach­er sind als alles andere. Zusät­zlich wer­den bei den Trägern viele Per­son­al­stun­den frei, denn die Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er müssen nun nicht mehr Jahr für Jahr in Vol­lkosten­rech­nung die Eltern­beiträge aus­rech­nen. Der Wer­mut­stropfen ist dabei, dass natür­lich die Belas­tung für den eh schon stra­pazierten kom­mu­nalen Haushalt so ger­ing wie möglich sein soll. Also behiel­ten wir die 35 Euro Gren­ze bei dem Ü3 Bere­ich, und die CDU die 50 Euro Gren­ze im U3 Bere­ich. Mir war dieser Kom­pro­miss recht wichtig, da mehr als 2/3 aller Eltern ein Kind in der Ü3 Betreu­ung haben!

Ihr seht, wir haben heute rich­tungsweisend viel für die Attrak­tiv­ität unseres kleinen, feinen Städtchens getan. Die Eltern wer­den mas­siv ent­lastet. Ich danke den Ver­wal­tun­gen für ihre Geduld mit mir und mein­er Hart­näck­igkeit.

 

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