{"id":555,"date":"2017-08-25T07:58:22","date_gmt":"2017-08-25T05:58:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dirk-diedrich.de\/?p=555"},"modified":"2017-08-25T07:58:22","modified_gmt":"2017-08-25T05:58:22","slug":"politik-ist-ein-bisschen-wie-das-essen-oder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dirk-diedrich.de\/?p=555","title":{"rendered":"Politik ist ein bisschen wie das Essen, oder nicht?"},"content":{"rendered":"<p>Ihr findet es ist gewagt, wenn ich Politik und Essen vergleiche? Vielleicht lest Ihr einfach mal, was ich zum Thema Politik, Essen, Kochen und genie\u00dfen so im Kopf habe, dann erhellt sich das eventuell. Vorausgesetzt ich bin in der Lage mich klar und verst\u00e4ndlich auszudr\u00fccken. Was mir ja nicht immer ganz leicht f\u00e4llt.<!--more--><\/p>\n<p>Essen ist ein Grundbed\u00fcrfnis, da bei\u00dft die Maus keinen Faden ab. V\u00f6llig unbeeinflussbar meldet sich unser vegetatives Nervensystem mit einem Hungergef\u00fchl, wenn der K\u00f6rper Nachschub braucht. In der Regel gehen wir dem Gef\u00fchl dann nach. Essen was. Nun denkt bitte nicht, ich vergleiche den Hunger an sich mit der Politik. Weit gefehlt. Ich meine, sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn man vom unbewussten dazu getrieben w\u00fcrde anzupacken, aber dem ist ja bekanntlich nicht so. Also, zur\u00fcck zur Nahrungsaufnahme.<\/p>\n<p>Wenn wir nun mal wegr\u00fccken von der allt\u00e4glichen Zufuhr von Eiwei\u00df, Kohlehydraten und N\u00e4hrstoffen, sondern hingehen zu dem Wort Appetit, dann l\u00e4sst sich der Bogen etwas leichter spannen. Denken wir uns mal die Situation, dass man Hei\u00dfhunger auf ein Steak mit Pommes und leckeren Champignons hat. Also, ich will nun nicht von meiner Mutter anfangen, aber die hatte auf ihre unkonventionelle Art und Weise ein Steak&#8230; \u00e4h.. puh&#8230; ich hab Hunger jetzt. Egal, also Ihr versteht das Bild, was ich zeichne. Jedenfalls hat man nun zwei Optionen wenn der Hunger einen packt. Option eins ist, ich gehe in ein Steakhouse. Serviert wird dort gepfeffertes Steak, zu eben solchen Preisen. Also, weder Preis noch Fleisch rei\u00dfen mich um. Ich bin also unzufrieden. vielleicht war die Kellnerin oder der Kellner auch noch gereizt und hatte wenig Ambitionen &#8220;Mitarbeiter des Monats&#8221; zu werden. Rundum entt\u00e4uscht gehe ich also nach Hause.<\/p>\n<p>Jetzt kommt der erste Vergleich mit der Politik. Gew\u00e4hlt habe ich Partei XY. Bekommen habe ich allerdings nicht das, was im Wahlprogramm versprochen wurde, denn oftmals m\u00fcssen nach Koalitionsverhandlungen teils doofe Kompromisse gemacht werden. Kurzum, irgendwie kommt zuviel Pfeffer auf mein Steak. Der Name klang gut, Resultat war bl\u00f6d. Was nun?<\/p>\n<p>Richtig. Ich gehe, wenn ich das n\u00e4chste mal Hunger auf ein sch\u00f6nes Steak bekomme, in ein anderes Restaurant. Hm, warum denke ich jetzt wieder an meine Mutter? Wahrscheinlich, weil sie in meinen Augen das beste Steak&#8230; aber lassen wir das. Ich w\u00e4hle auch in diesem Restaurant das Gericht meiner Wahl. Wieder die selbe Leier, irgendwie schmeckt es nicht so, wie ich es erwartet hatte. Vielleicht schmeckt es ein wenig besser, und ich sollte bei einem zweiten Besuch ein anderes Gericht w\u00e4hlen?<\/p>\n<p>Na, so langsam merkt ihr was ich zu sagen versuche, oder? Ich kann in begrenztem Rahmen irgendwie ein wenig was ab\u00e4ndern und \u00a0mich entscheiden. Aber letztlich muss ich das essen, was man mir vorsetzt. Nun bin ich wieder bei meiner Mutter, die mich nicht nur kochen (also f\u00fcr den Hausgebrauch) lehrte, sondern auch vieles \u00fcber das Miteinander von uns Menschen. Was werde ich also tun? Korrekt, ich suche mit einen Schlachter des Vertrauens, der ein gut abgehangenes leicht angerautes St\u00fcck Fleisch h\u00e4ngen hat und werde ihn bitten mit eine Scheibe abzuschneiden, damit ich mich anschlie\u00dfend mit Pilzen und Schalotten bewaffnet in meine mittelalterliche (um die 1960er) K\u00fcche verkr\u00fcmel um mir DAS Essen zu bruzzeln, welches ich haben m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Irgendwie kommt mir unsere Gesellschaft ein wenig so vor wie ich es beschrieben habe. Unsere Geschmacksnerven stumpfen ein wenig ab. Schmeckt mir A nicht, dann w\u00e4hle ich B, oder ich streike v\u00f6llig und stumpfe ab und Essen wird zum reinen Selbstzweck der Lebenserhaltung. Mit Qualit\u00e4t hat das dann allerdings wenig zu tun. Meine Metapher sollte nun klar sein. Wenn ich gut Leben will, dann kann man zeitweise mal einfach so das W\u00e4hlen, was einem vorgesetzt wird, aber ein gutes und erf\u00fclltes Leben kann ich doch nur f\u00fcr mich erreichen, wenn ich selber ein St\u00fcck weit mitmische.<\/p>\n<p>Ja, Politik ist schei\u00dfe. Das sagen viele und ich glaube denen auch ein St\u00fcck weit. Aber die Politik ist nicht schei\u00dfe, weil die Politiker doof sind, sondern weil ich zu faul, oder zu bequem bin mir selbst mein Salz mitzubringen, oder mich einzumischen. Meine Meinung ist was wert. Unsere Demokratie lebt von Menschen, die den anderen ein paar Zutaten in die Suppe hauen. Gut, man kann sie auch versalzen, aber aus Fehlern wird man bekanntlich klug.<\/p>\n<p>Wer hindert uns denn daran uns einzumischen? Mitzumachen? Einer Partei beizutreten und unsere Stimme zu erheben? Gemeinsam f\u00fcr eine bessere Zukunft, f\u00fcr ein Leben was schmeckt?<\/p>\n<p>folgt mir auch auf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/DirkDiedrich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>Twitter<\/strong><\/em><\/a>!<\/p>\n<p>Meine Meinung zur <a href=\"https:\/\/dirk-diedrich.de\/2017\/05\/10\/sozialdemokratisches-manifest-eines-linken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Politik<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr findet es ist gewagt, wenn ich Politik und Essen vergleiche? Vielleicht lest Ihr einfach mal, was ich zum Thema Politik, Essen, Kochen und genie\u00dfen so im Kopf habe, dann erhellt sich das eventuell. Vorausgesetzt ich bin in der Lage mich klar und verst\u00e4ndlich auszudr\u00fccken. 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