Dirk Diedrich

Sozialdemokrat

17. Oktober 2018

Allgemein/Pressemitteilung
Ille Gerdau Stiftung zur Förderung des Jugendfußballs in SH

Ihr ken­nt die aktuelle Prob­lematik alle. Die erste Bun­desli­ga ver­schlingt ein hei­den Geld, und in der zweit­en Liga kommt noch was an, in der drit­ten weniger und in der Region­al­li­ga sind die Aufla­gen und Kosten oft­mals höher als irgendwelche Zahlun­gen aus dem Säck­el der Fußbal­lver­ant­wortlichen, oder? Nun fragt ihr euch, was hat Ille Ger­dau damit zu tun? Ganz ein­fach, Ille Ger­dau war der einzige Fußball­na­tion­al­spiel­er Schleswig-Hol­steins, der in SH unter Ver­trag war, als er berufen wurde. Warum aber nun eine Ille Ger­dau Stiftung?

Die Aufgabe der Ille Gerdau Stiftung:

Auf­gabe ist die Förderung aller Vere­ine in Schleswig-Hol­stein nach dem Sol­i­dar­ität­sprinzip. Die Ille Ger­dau Stiftung wird eine gemein­nützige Stiftung, ohne ver­steck­te Kosten. Ziel des Geldes sind die Vere­ine, denn wer gute Arbeit macht, der wird gefördert, und wer gute Arbeit auf­baut soll auch gefördert wer­den. Jeden Tag in der Woche ste­hen hun­derte ehre­namtliche Trainer­in­nen und Train­er bei Wind und Wet­ter auf den Übungsplätzen und coachen Mädels und Jungs die ein­fach nur Bock auf Fußball haben.

In dem einen Vere­in läuft es pro­fes­sioneller als in dem Anderen ab. Das ist soweit auch voll nor­mal. Denn oft bedeutet eine geringe Mit­gliederzahl auch eine schlechte Finanzdecke. Das ist aber nicht immer gle­ichbe­deu­tend mit der Wichtigkeit. Ger­ade in Randge­bi­eten kann diese Arbeit vor Ort enorm wichtig sein. Lei­der wird diese Wichtigkeit nicht immer so von der Gesellschaft wert­geschätzt. Ziel ist es mit der Stiftung eine Jugend­sport­förderung von uns hier im Nor­den für uns hier im Nor­den aufzubauen.

Woher bekommt die Stiftung Gelder?

Nun komme ich zu dem zweit­en Nation­al­spiel­er, der eigentlich auch viel bekan­nter ist als Ille Ger­dau. Andreas Köp­ke  hat bei Hol­stein Kiel das Ball­spiel gel­ernt. Im Laufe sein­er lan­gen und erfol­gre­ichen Kar­riere hat er viel Geld ver­di­ent, das aus dem “Pool” der ersten Liga gener­iert wurde.

Die amerikanis­chen Uni­ver­sitäten haben ein dicht­es Net­zw­erk an “Ehe­ma­li­gen” die die Hochschul­stan­dorte mit­fi­nanzieren. Die nen­nen sich dort “Alum­nis”. Eben dieses Prinzip der Bindung und Sol­i­dar­ität zu dem Vere­in bei dem man das Fußball­spie­len gel­ernt hat, soll die Ille Ger­dau Stiftung in Schleswig Hol­stein etablieren. Wenn ein Fußball­tal­ent in unseren Zen­tren aus­ge­bildet wurde und später in ein­er höheren Liga tat­säch­lich Geld ver­di­ent, dann hält er indi­rekt dem Vere­in, und der Region die Treue. Ein klein­er Teil des monatlichen Geldes wird an die Stiftung abge­führt und in der Summe 50/50 an den aus­bilden­den Vere­in und die Stiftung abgegeben. Das ganze geht natür­lich nur auf “frei­williger” Basis, aber jed­er von uns, der eine emo­tionale Bindung zu seinem Heimatvere­in, oder zur Region hat, der wird das gerne tun.

Warum das?

Wenn wir die Entwick­lung des Fußballs in SH betra­cht­en, dann fällt uns auf, dass wir immer nur von “damals” reden. Damals, als Hol­stein Kiel erfol­gre­ich war, oder “wisst ihr noch, als der Ham­burg­er SV 2:0 gegen den Hei­der SV ver­loren hat­te?”. Die Hochbur­gen des Fußballs sind alle unter­halb der Elbe in den Bal­lungszen­tren, oder dort, wo einzelne Men­schen viel Geld in einen Vere­in “pumpen”. Nun ste­hen wir aber wieder vor ein­er Her­aus­forderung. Hol­stein spielt in der zwei­thöch­sten Klasse und Weiche Flens­burg und Lübeck haben Teams in der Region­al­li­ga Nord.

Es gilt also eine Nach­wuch­sar­beit zu etablieren, die auf einem Niveau ist, dass wieder Nation­al­spiel­er aus Schleswig-Hol­stein kom­men wer­den. Die Zusam­me­nar­beit in der Nach­wuchs­förderung muss sol­i­darisch gestal­tet wer­den. Wir brauchen erstk­las­sig aus­ge­bildete Nach­wuch­skräfte. Wenn wir diese Auf­gabe auf viele Schul­tern verteilen, und es auch gemein­sam finanzieren, kann es gelin­gen. Es darf eben nicht mehr vom “Zufall” abhän­gen. Wir soll­ten lan­desweite Scout­ings unter­stützen und die Mit­tel, die von den Ver­ant­wortlichen weit­erg­ere­icht wer­den auf­s­tock­en.

Struktur

Wir kön­nen in SH rel­a­tiv ein­fach eine “Vierteilung” der Bere­iche vornehmen. Man bün­delt im Bere­ich Nord die Kräfte in Flens­burg, im Bere­ich Ost die Kräfte in Kiel, im Bere­ich Südost bün­delt man die Kräfte in Lübeck und im Bere­ich West in Hei­de. Der Auf­bau von Leis­tungszen­tren, die nach DFB Stan­dards arbeit­en ist nur ein Teil. Die Ziele kön­nen zum Glück, je nach finanzieller Ausstat­tung der Stiftung vari­iert wer­den. Es ist jedem zuzugeste­hen, dass man sofort ins Träu­men und Schwär­men gerät.

Stiftungsrat

Das erste Ziel wird es sein, einen Stiftungsrat zu etablieren, eine Satzung zu schreiben und dann zu allen Vere­inen zu gehen um sie von der Mach­barkeit dieser Idee zu überzeu­gen. Denn, wir kön­nen nur eine bessere Fußball­re­gion wer­den, wenn wir sol­i­darisch zusam­me­nar­beit­en. Auf dem Platz uns sportlich messen, aber neben dem Fußballfeld zusam­men­hal­ten wie die Klet­ten.

Interesse?

Wer Inter­esse hat mitzuar­beit­en, oder sich anders ein­brin­gen will, der meldet sich ein­fach bei mir. Ich koor­diniere dann erste Sitzun­gen und das ganze “drum herum”. Je mehr aktive Spiel­er, Vere­ine und auch Spon­soren sich am Anfang zusam­men tun, desto erfol­gre­ich­er wird das Ganze anlaufen.

Eins noch in eigen­er Sache: Sollte wider Erwarten ein aktueller Fußball­profi über diesen Blo­gein­trag stolpern… Bitte mit mir in Verbindung set­zen, damit ich die Daten­bank pfle­gen kann.

Schlagwörter: , , , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.